Trainingstour in den Schwarzwald 2007

Wie in den vergangenen Jahren sind wir, Axel und ich, zum Radtraining vom 25.4. bis 2.5. in den Schwarzwald gefahren. Axel wollte sich auf seine Teilnahme bei der Nove Colli in Cesenatico vorbereiten und hatte es wieder einmal nötig zu trainieren. Die Anreise mit dem Auto (ca. 850 km) verlief ohne große Staus, da wir mittags Frankfurt passierten. Unser Ziel ist immer Zell im Wiesental, was mitten im Südschwarzwald gelegen ist, aber verkehrsmäßig abseits, da man bis Weil am Rhein / Basel auf der A5 fährt und erst dann über Lörrach ins Wiesental. Die Alternative über Freiburg ist aus Erfahrung nicht schneller. Dafür haben wir in Zell die beste Versorgung, da Axel hier geboren ist und wir bei seiner Mutter übernachten. Von hier aus fahren wir entweder direkt mit den Rädern los, oder wir fahren ein Stück mit dem Auto und dann starten dann eine Rundtour.


26.04.2007

Zum Einrollen haben wir uns in diesem Jahr den Rheinradweg von Waldshut nach Schaffhausen zum Rheinfall ausgesucht. Das Auto haben wir in Tiengen stehen gelassen und sind einige Minuten und ein paar Umwege gefahren, bis wir den Weg gefunden haben. Er geht auf der deutschen Seite abseits der Straße durch schöne Gegenden. In Rheinheim haben wir die Grenze überschritten und sind auf der schweizer Rheinseite gefahren. Bis Kaiserstuhl (Schweiz!) sind wir auf der Straße gefahren (es gab aber nur wenig Verkehr), da die Beschilderung gewöhnungsbedürftig war. Dann hatten wir einige Schotterstrecken, auf denen man die Crosserfahrung ausspielen konnte. Rund um Flaach war es alles andere als flach, es gab einige knackige Anstiege. 

Am Schloss Laufen waren trotz Wochentag viele Touristen aus aller Welt. Die Sicht auf den Rheinfall von oben ist imposant und den 1 Franken (wir sind in der Schweiz!) Eintritt wert. Ich empfehle vor jeder Fahrt in die Schweiz einige Franken mitzunehmen, da zum Beispiel die Toilettenzugänge nur mit 50 Rappenstücken zu öffnen waren. Nach der Besichtigung sind wir über die Eisenbahnbrücke auf die andere Rheinseite und haben uns das Naturschauspiel von unten angesehen. Das Panoramabild zeigt die Aussicht.

Aussicht vom Rheinfallquai

Es geht zurück auf der "deutschen" Seite, die nicht immer deutsch ist. Abseits des Rheines, den man meist nur erahnen kann fahren wir nach Tiengen zu unserem Auto zurück. Die Seite hat eine bessere Strecke (bessere Straßen, wenig Verkehr), aber auch wenig Rhein. 

Insgesamt, war es mal etwas anderes als die Berge hoch und runter zu fahren. 

Mit Rennrädern mache ich die Tour nicht noch mal.  Sie ist eher für Tourenfahrer geeignet.

Hier die Tourenkarte: 

Streckenführung

Strecke auf Google anzeigen

Das Profil zeigt die Runde am Rhein entlang:

Höhenprofil

Ein paar Impressionen von der Strecke:

Rheinfall
  Rheinfall und Schloß Laufen

26.04.2007

Da ich den Bodensee noch nie besucht habe (außer Geschäftsreisen nach Konstanz), wollte ich ihn einmal umrunden. Die Informationen aus dem Internet besagten, dass die Strecke mit der Verkürzung Fähre Konstanz - Meersburg ca. 120 km lang sei. Hätten wir uns nicht ein paar Mal verfahren, kommt das in etwa hin. Wir sind 143 km gefahren. 

Das Auto haben wir in Konstanz in einer Seitenstraße nahe der Fähre stehen gelassen. Das Übersetzen mit der Fähre von Staad nach Meersburg geht problemlos, auch die Aussicht während der Fahrt ist sehr schön. Die Fahrt Richtung Meersburg geht zunächst am Ufer entlang, zweigt aber dann Richtung Kluftern ab und macht einen Bogen nach Friedrichshafen. Es geht meist durch die Ortschaften durch und an den Uferpromenaden entlang, wodurch man ständig auf die (kleinen) Hinweisschilder achten muss, die man während einer zügigen Fahrt schnell übersieht. Das hält auf. Durch Wasserburg und Lindau, wo wir Pause gemacht haben, geht nach Österreich. Dort gibt es wieder neue / andere Hinweisschilder. Die Uferpromenade von Bregenz ist schön und lang, aber auch mit Fußgängern gespickt, obwohl der der Radweg vom Fußweg getrennt ist (sein sollte). Dann geht es durch das Naturschutzgebiet und der Straßenbelag ist "Naturbelag" oder Schotter.

Aussicht auf Lindau

Nach Staad geht es immer am Ufer und an den Schienen entlang. Die Schienen bzw. die Elektrifizierung hatten einen schlechten Einfluss auf meinen Polar Empfänger, wodurch die 113 km Spitzengeschwindigkeit und ein paar Kilometer resultieren. Auf die Höhenaufzeichnung hat es keinen Einfluss gehabt.

Es ist eine schöne Touristentour (davon gab es unterwegs viele). Es gibt viel zu sehen, wenn man Zeit hat. Zum zügigen Rennradfahren ist sie nur bedingt geeignet, einmal wegen der Streckenführung durch die Orte, andererseits sind ca. 5 % Schotterstrecken. 

Hier die Tourenkarte: 

Streckenführung

Strecke auf Google anzeigen

Das Profil zeigt die Runde am Rhein entlang:

Höhenprofil

Ein paar Impressionen von der Strecke:

Fähre nach Meersburg
  Lindau am Bodensee
Rhein Schiff auf dem Trockenen

28.04.2007

Durch einen Artikel in der Tour sind wir vor 2 Jahren durch den nördlichen Sundgau und im letzten Jahr von Zell über Basel kurz in den Sundgau gefahren. Der Name "Gau" hatte uns immer abgeschreckt. Aber wir waren von den kurzen Eindrücken immer angetan.

Dieses Jahr haben wir endlich unsere Sundgautour gemacht. Als Startpunkt haben wir uns Weil am Rhein ausgesucht, dort ist 2 Wochen vorher eine exklusive Radfahrer-/Fußgängerbrücke über den Rhein eröffnet worden. Von dort kam man schnell (ca. 4 km) nach Hesingue, wo es mit der Tour er richtig beginnt, St. Louis ist eine Stadt ohne besondere Schönheiten.

Der Weg führte über die Hügel bei Hagenthal le Haute nach Leymen, wo wir im letzten Jahr umgekehrt sind. Hinter Leymen sind wir noch kurz durch Schweizer Gebiet gefahren, dann geht es auf verkehrsarmen Straßen Richtung Ferrette. Kurz vor Ferrette hatten wir die größte Steigung. Zum Glück sind wir den Weg nicht umgekehrt gefahren, denn hinter Ferrette in Vieux Ferrette gibt es eine Steigung, die in der Karte mit 18% markiert wird. Danach ging die Fahrt bei Rückenwind und immer leicht bergab Richtung Altkirch - ein Traum. 

In Hirsingue suchten wir den direkten Weg nach Altkirch über einen kleinen Hügel, den wir leider verpasst haben. Hier wurde der Verkehr stärker.

Der Besuch von Altkirch war eine große Enttäuschung. Altkirch wird als die Hauptstadt des Sundgau beschrieben, wirkt aber schmutzig und ungepflegt. Wir sind auch in das Zentrum abgebogen, wie man auch der GPS Karte sieht. Die Strecke von Witterdorf bis Tagsdorf ging über die Hauptstrecke Richtung und Basel und wir waren froh diese in Tagsdorf auf die schöne Nebenstrecke nach Folgensbourg verlassen zu können. Von Folgensbourg nach St. Louis wieder schnell bergab. 

Nachdem wir im letzten Jahr nur kurz im Sundgau gewesen sind, hat uns die Gegend überzeugt und wir werden bestimmt wiederkommen. 

Hier die Tourenkarte: 

Streckenführung

Strecke auf Google anzeigen

Das Profil zeigt die Runde im Sundgau und die höchste Erhebung in Ferrette:

Höhenprofil

Ein paar Impressionen von der Strecke:

Brücke für Radfahrer und Fußgänger über den Rhein
  Rathaus im Sundgau
Strecke im Sundgau Ausicht auf den Schwarzwald
Aussicht auf den Schwarzwald

29.04.2007

Da wir die ersten Tage mit dem Auto zu unserem Startort gefahren sind, wollten wir mal wieder nur Rad fahren, d.h. ab Zell i. Wiesental.

Die Strecke ist eine Abwandlung einer Tour, die wir des öfteren gefahren sind. Wir haben sie gewählt, um uns nach eher flachen Touren an Berge zu gewöhnen.

Zunächst fährt man entlang der Wiese (so heißt der Fluß/Bach) nach Schopfheim in das Tal der Kleinen Wiese. Von fährt man über die "harmlosen" Steigungen nach Kandern. Ein schöner Ort mit einer Eisdiele, bei der wir Rast gemacht haben. Durch das Markgräfler Land, bzw. dem Rand entlang wechselt man bei Wittlingen (ein kurzes, steiles Stück) wieder in das Tal der Wiese und kurz vor Schopfheim in Kleine Wiesental. Hier durfte ich wieder trainieren, wie es ist 20 km Mal mehr mal weniger der Berg hochzufahren. Oben auf der Passhöhe hat man eine herrliche Aussicht auf den Belchen, der hier in der Gegend der höchste Berg ist.

Danach erfolgte die lange Abfahrt nach Hause. Hätte es die letzten 10 Minuten nicht geregnet, wär's ein schöner Tag - wie immer im Schwarzwald - gewesen.

Hier die Tourenkarte: 

Streckenführung

Strecke auf Google anzeigen

Das Profil zeigt die Hügel des südlichen Schwarzwalds:

Höhenprofil

Ein paar Impressionen von der Strecke:

Axel im kleinen Wiesental mit Störchen  

30.04.2007

Nachdem wir vor 2 Jahren von Guebwiller die Route des Crestes bis La Schlucht hoch- und auf der gleichen Strecke runtergefahren sind (Tour 18), haben wir dieses Mal einen Rundkurs gewählt. Ausgangspunkt sollte Merxheim sein, da es schnell (1 Stunde Fahrt) zu erreichen ist. Von Merxheim ging es am Rand der Vogesen entlang über Rouffach, Pfaffenheim, Hattstatt, Eguisheim, Wettolsheim, Turckheim, Ingersheim nach Kaysersberg. Mein GPS Empfänger hatte am Tag vorher eine gehörige Dusche bekommen und streikte zunächst. Die Strecke war ausgeschildert, leider total verblichen und es gab viele Umleitungen und wir sind sogar ein Teilstück Schnellstraße gefahren, dass dieser Teil hier nicht weiter beschrieben ist. 

Ab Kaysersberg gibt es einen ausgeschilderten Radweg abseits der Hauptverkehrsstraße, die an diesen Wochentag eine Menge LKW-Verkehr hatte. Von diesem Weg gibt es einen "Umweg" nach Freland, den wir aber nicht gewählt haben. Wir sind auf der Hauptstraße nach Lapoutroie, durch den Ort, dann wieder Hauptstraße, da der Paralellweg eher für Mountainbiker geeignet ist. In Le Bonhomme haben wir Rast gemacht, von dort zum Col du Bonhomme war es wieder schön zu fahren. Ich dachte am Col du Bonhomme seien wir auf dem Gipfel, aber weit gefehlt. Danach kamen einige knackige Anstiege bis wir auf der Route waren. Insgesamt ist die Anfahrt ca. 30 km lang. Dann führte der Weg durch den Wald immer mal etwas rauf, etwas runter nach La Schlucht. Dort wurde Pause gemacht und auf einer Cafeterrasse ein Stück Tarte de Myrtilles (Preiselbeertorte) verspeist. Alle Cafes waren wegen des Maifeiertags am nächsten Tag und des schönen Wetters voll von Touristen. Viele Biker (Motor-) und Radfahrer trafen sich hier.

Das Teilstück von La Schlucht nach Le Markstein erwies sich als das (in unseren Augen) schönere, da die Straße eine freie Sicht in die Ferne und Täler gewähren, weil dort weniger Wald zu finden ist. Von Le Markstein hätten wir auch den Grand Ballon anfahren können, aber da ich schon 2mal oben war und die Beine schwer, haben wir uns dagegen entschieden. Die Abfahrt von Le Markstein nach Lautenbach war kalt und schnell. In Lautenbach entschieden wir uns gegen den (Fahrrad-)Parallelweg, sondern sind in schneller Fahrt über die Hauptverkehrstraße gefahren.  Letztendlich sind wir 128 km gefahren.

Hier die Tourenkarte: 

Streckenführung

Strecke auf Google anzeigen

Das Profil zeigt die Berge der Vogesen:

Höhenprofil

Ein paar Impressionen von der Strecke:

Col du Bonhomme
  Col du Lauchpach
Col du Calvaire Col de la Schlucht
Aussicht auf den Grand Ballon Le Markstein
Abzweig in Lautenbach-Zell von der Hauptverkehrsstraße Axel kommt von Le Markstein

01.05.2007

Am letzten Tag im Schwarzwald 2007 haben wir eine neue Streckenführung gewählt. Sie sollte nach 6 Tagen und 550 km etwas ruhiger werden. Die Auffahrt zum Wiedener Eck ist auch schön gleichmäßig, ohne allzu steile Rampen. Die Abfahrt ins Münstertal war schön aber im Schatten noch relativ kalt. Das Münstertal für einen 1. Mai auch noch recht ruhig. Die Touristen zog es an andere Orte.

Die Auffahrt nach Halden hatte aber in Münsterhalden einige Überraschungen in Form sehr steiler Teilstücke für uns bereit. Nach oben war es (Gott sei Dank) wieder gemäßigter. 

Die Abfahrt durchs Kleine Wiesental nach Schopfheim war schon fast Routine. Ein gelungener Abschluss, der Lust auf mehr gemacht hat.

Hier die Tourenkarte: 

Streckenführung

Strecke auf Google anzeigen

Das Profil zeigt die Hügel des südlichen Schwarzwalds:

Höhenprofil

Ein paar Impressionen von der Strecke:

Blick hinauf zum Wiedener Eck
  Blick vom Münstertal Richtung Halden

Zu meinen/unseren Touren im Schwarzwald der Jahre vorher (insgesamt sind wir 7mal dort gewesen) geht es hier.

weitere Fotos vom Training 2007


wilf