Sylt 2010

Mit dem Rennrad über die Insel

Syltradler

Im letzten Jahr hatte ich meinen Crosser dabei und Martina ein Mountainbike. In diesem Jahr habe ich für Martina das Rennrad mit 28 mm Rennreifen ausgestattet und mitgenommen, ich blieb beim Crosser mit 32 mm Reifen. Vorher habe ich neue Streckenführungen am PC geplant. Es sollte ja schon ein wenig Training dabei sein.

Meine erste Tour führte mich von unserem Feriendomizil Rantum auf der Deichinnenseite nach Morsum. Außer ein paar Schafsgattern (die kennen wir in Wedel auch) gab es keine Hindernisse, die Straße war gut mit dem Rennrad befahrbar, der Rückenwind motivierte um so mehr. In Morsum geht es über die Eisenbahn und dann paralell zur Bahn nach Keitum. Teilweise war die Straße neu asphaltiert und für den Autoverkehr gesperrt. Hier begegnet man selten anderen Radlern, was mir bei einer Reifenpanne unangenehm wurde, als meine Pumpe ihren Dienst versagte, ich musste 20 Minuten auf einen Fahrradfahrer warten, der mir seine Pumpe leihen konnte. Von Keitum nach Kampen geht ein passabler Radweg, auf dem aber auf die häufigen Touriradler aufpassen muss, es gibt schon einige Überraschungen.

Bis 2009:

alte Bahntrasse mit Schotterbelag

Ab 2010:

ab 2010 guter Fahrradbelag

In Kampen kam dann die eigentliche Neuerung in 2010, man hat die gesamte alte Bahntrasse nach List durch die Dünen mit einem brauchbaren Asphalt versehen, auf dem eigentlich nur Radfahrer unterwegs sind. Allerdings bei schlechtem Wetter viele, bei schönem Wetter sind die alle am Strand (es ist so heiß ;-) ). In List habe ich eine schönen Weg über die Promenade Ost entdeckt, die sehr schön und leer war und kam ohne lästigen Auotverkehr zum Hafen und zur nördlichsten Fischbude Deutschlands. GOSCH hat fast den ganzen Hafenbereich übernommen. Vielleicht war auch so viel los, da die MS Europa zum Event "MS Europa meets Sansibar" auf Reede lag. Unermüdlich wurden die Passagiere mit den Tendern hin und her gefahren.

die MS Europa auf Reede

Der Rückweg führt erst einmal über die gleiche Strecke bis Kampen. Dort lohnt sich eine kurze Rast an der Uwe Düne, die es zu besteigen gilt. Dafür wird man mit einem herrlichen Rundblick auf die Nordsee, das Watt und Kampen belohnt. Bis Wenningstedt hat man mit vielen anderen Radlern das gleiche Ziel, aber selten die gleiche Geschwindigkeit. Das übt das Antreten. In Wenningstedt zieht es die meisten Richtung Kliffkieker, ich bevorzuge den Fahrradweg abseits der Hauptstraße Richtung Flughafen, den kennt anscheinend kaum jemand. Hier kann man den Schnitt verbessern. Über das Flughafengelände durch das neue Gewerbegebiet geht es nach Tinnum. Übrigens kommt man an der SCHOKOLADENMANUFAKTUR vorbei, wer Süßes mag, sollte unbedingt mal reinschauen. Von Tinnum über die Bäderstraße und an der Müllsammelstelle vorbei kommt man wieder zur Hauptstraße nach Rantum, wo es einen hervorragenden Radweg gibt.

Die Aussicht von der Uwe Düne

Die anderen Touren habe ich schon im letzten Jahr beschrieben, man findet sie hier.

Zum Schluß noch ein Tipp: Mit dem Schleswig-Holstein Ticket für 30,00 EUR können bis zu 5 Personen von Hamburg nach Sylt und am gleichen Tag zurück. Das Rad reist für 3,50 bzw. 4,50 EUR mit. Das gilt samstags und sonntags den ganzen Tag, in der Woche aber erst ab 9:00 Uhr. Vorher immer bei der Bahn / NOB nach den aktuellen Bedingungen erkundigen, erspart so manche Überraschung.

Weitere Fotos findet man hier.

Die Strecke geht hier lang:

Strecke auf Sylt


 

Weitere Informationen unter 
Das Sylt Portal


wilf